Rembrandt Lichtsetzung

Dramatisches Licht frei nach Rembrandt

In der letzten Zeit habe ich mich des öfteren mit der Lichtsetzung bei Portraits beschäftigt. Eine mögliche Lichtsetzung möchte ich an dieser Selle vorstellen. Es ist das bei vielen Fotografen beliebte „Rembrandt-Licht“. Das klingt etwas hochtrabend, ist aber eigentlich eine sehr einfache Angelegenheit. Ich habe hier in meinem Portraitstudio einen Blitzkopf mit einer größeren Softbox benutzt. Die Softbox ist rechteckig und 1,00m x 1,35m groß. Die Position ist von der Kamera aus gesehen links neben meinem Model. Die Softbox ist so ausgerichtet, dass die von der Kamera aus hintere Kante der Box sich ungefähr auf Höhe der Schulter des Models befindet. Das Licht ragt also deutlich über die Person hinaus. Das hat den schönen Effekt, dass die eine Seite des Gesichts mehr im Licht steht als die andere. So ergibt sich ein Kontrast zwischen Hell und Dunkel, die einen gewissen Drama-Faktor hat. Da Rembrandt auf seinen Gemälden eine ähnliche Lichtführung liebte, steht er als Namensgeber für diese Art der Beleuchtung.
Zum näheren Aufbau sei noch gesagt, dass ich ein wenig mit dem Winkel der Softbox gespielt habe. Ausgegangen bin ich von einer Position, die im rechten Winkel zur Schulterpartie meines Models steht. Da entstanden etwas zu harte Schatten rechts neben der Nase, die ich durch Drehen des Lichtformers etwas abgemildert habe. Ein schwach eingestellter Normalreflektor, der auf den Hintergrund ausgerichtet ist, vervollständigt den Lichtaufbau. Ich denke, das Ergebnis spricht für sich.

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