Das Portraitlicht

Das Portraitlicht im Portraitstudio

Für die Wirkung eines Portraits ist ein wichtiger, oder vielleicht sogar der wichtigste Aspekt das Licht. Im Portraitstudio kann man das Portraitlicht perfekt steuern, um die bildwichtigen Details herauszuarbeiten. Für mich ist meist die Augenpartie das wichtigste an einem Portrait. Gerade im Bereich der Augen findet der Betrachter die Identität der portraitierten Person. Mein Augenmerk liegt oft auf dem führenden Auge und den Reflexen im Auge, die ich meist mit einem Hauptlicht und einem Aufheller erzeuge. Die Höhe des Hauptlichts bestimmt den „Dramafaktor“ im fertigen Bild. Je höher das Licht eingerichtet ist, desto mehr Schatten bilden sich unter den Augen, der Nase und dem Mund. Diese sorgen zusammen mit den hellen Bildpartien für einen Kontrast zwischen Hell und Dunkel, zwischen Weiss und Schwarz.

Den Aufheller, den ich benutze, plaziere ich so, dass die Schattengrenzen unter Auge, Nase und Mund etwas weicher werden. Tut man dies nicht, ergeben sich oft falsche Eindrücke. Starke Schatten unter dem Auge lassen die Person nicht gesund aussehen. Eventuell ergen sich sogar durch massive Schatten Formveränderungen im Bild. Allerdings ist es manchmal sogar sehr schön, wenn man große dunkle Flächen mit nur leichter Struktur in einem Bild sieht.

Um sein eigenes Portrailicht zu finden , bleibt einem Photographen nur eines übrig, nämlich fotografieren und immer wider unterschiedliche Licht-Setups ausprobieren. Irgendwann passt dann das Licht zum Menschen, den man portraitiert und zum persönlichen Geschmack des Fotografen. Und dann ist oder wird alles gut.

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